Crossmedia

Crossmedia gilt innerhalb der Werbebranche als erfolgsversprechende Werbestrategie des 21. Jahrhunderts, im wissenschaftlichen Diskurs als schillernder Modebegriff ohne Kontur und im Publishing als innovatives Content-Management-System. Die Public-Relations-Forschung hat sich bislang nur spärlich und vereinzelt mit dem Phänomen Crossmedia auseinandergesetzt. Auch die Praxisliteratur über Crossmedia ist überschaubar. Angesichts der neuen beruflichen Anforderungen im Journalismus verwundert diese Tatsache: Anstelle klassischer Redaktionsvolontariate bieten heute insbesondere im Printbereich Verlage Crossmedia-Volontariate an und in Journalistenschulen wird der Schwerpunkt auf eine Crossmedia-Ausbildung gelegt. Gefolgt von unzähligen Fortbildungsangeboten zum Crossmedia-Redakteur scheint auch innerhalb der Werbevermarktung Deutschland das Thema Crossmedia zu dominieren – und dies bereits seit einigen Jahren.

Veränderungen

Aufgrund der Veränderungsprozesse im Journalismus und innerhalb der Medienlandschaft resultieren für die PR-Praxis neue Möglichkeiten und Chancen. Gerade das Web 2.0 hält seinen Fundus eigener Instrumentarien für die PR bereit, die zum Teil bereits genutzt werden. Crossmediale PR bedeutet aber mehr, als nur eine Botschaft auf mehreren Kanälen gekonnt zu platzieren. Sie ist auch mehr als eine intelligente Verknüpfung von Print- mit Online-Inhalten oder von TV- und Radiobeiträgen mit dem Web. Gerade in Studien werblicher Herkunft, die von Verlagen selbst in Auftrag gegeben oder durchgeführt wurden, ist crossmediale Werbung an ein bestimmtes „Lead“-Medium gekoppelt – mit der Folge, dass ein einseitiges Bild von Crossmedia vermittelt wird. Irrtümlicherweise assoziieren deshalb viele mit dem Stichwort „Crossmedia“ lediglich die Verlängerung einer Kampagne ins Internet.

Definition?

Crossmediale Public Relations ist die Kommunikation bestimmter Themen auf unterschiedlichen Medieneinheiten, deren Inhalte durch eine Markierung von einer Medieneinheit auf die andere verbunden sind.